Pokalmannschaft des Schachclub Sendling 2014


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Runde 1

Lost in time: 2-2-Aus gegen Roter Turm

In höherem Sinne wurde der Pokalkampf gegen den SC RT Altstadt schon am späten Samstag abend entschieden. Micha hatte beschlossen die Zeitumstellung zu seinen Gunsten umzuinterpretieren und die Uhr eine Stunde zurück statt vor zu stellen. Die daraus resultierenden 2 Stunden Zeitunterschied zum restlichen Mitteleuropa sprengen natürlich jede Karenzzeitregelung: 0-1 nach 60 Minuten. Irgendwann war Micha aber doch da und ertrug tapfer das Krampfschach, daß an den anderen Brettern geboten wurde bis zum bitteren Ende.

An Brett 2 kam es zum Duell zweier regionalligageschädigter Gesellen. Dabei schaffte es Peter binnen 10(!) Zügen seine Weißpartie in etwas zu verwandeln, was herkömliche Schachprogramme irgendwo zwischen -1,1 und -1,5 verorten. Aber für Schachfreund Cuadrado war Ruhe erste Bürgerpflicht. Statt mit einigen energischen Zügen das weiße Gerippe komplett zu zerschießen, begnügte er sich mit Bauerngewinn unter Damentausch. Viel zu wenig unter den konkreten Umständen. In der Folge konnte Peter die Stellung ein wenig blockieren und nach 29.Zügen wurde Frieden geschlossen. Stefan - der von meinem Krampfschach-Pauschalurteil ausdrücklich ausgenommen sei - bekam an Brett 3 eine Skandinavisch-Nebenvariante (3.-De5+) präsentiert. "Quelle: S.O.S." vermerkte Altstadts Karrer nach der Partie. Aber wo S.O.S. aufhört, fängt Tatü-Tata bekanntlich an. Stefan konnte dank eines gut getimten d4-d5 die schwarze Entwicklung nachhaltig stören und in der Folge erstaunlich mühelos den ganzen Punkt einstreichen.

Auch an Brett 4 war die Unsicherheit förmlich mit Händen zu greifen. Uli behandelte sein halbslawisches Damengambit ultrapassiv und blieb bis zum Ende auf seinem toten weißfeldrigen Läufer sitzen. Sein Gegner wurde dem Positionsschach aber irgendwann überdrüßig und startete einen unnötigen Bauernaufmarsch am Königsfügel, was Uli Gelegenheit gab zum remis ausreichendes Gegenspiel zu erhalten. Wie im Vorjahr ist damit schon nach der 1.Runde Schluß für uns. Wieder 2-2. Wieder Berliner Wertung. Da bleibt uns nichts weiter als der ausgesprochen sympathischen Truppe vom Roten Turm für den weiteren Turnierverlauf viel Glück zu wünschen. Sie werdens brauchen.